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Ansbach/München, 13. Dezember 2022 - Am 14. April 2023 veranstalten der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und der BUND Naturschutz in Bayern (BN) gemeinsam mit Familie Göppel ein umweltpolitisches Symposium in Gedenken an Josef Göppel. Die Termininformation kann hier heruntergeladen werden. Eine Anmeldung ist ab Mitte Februar 2023 hier möglich.

Im Ankündigungstext heißt es:

Josef Göppel (1950-2022), Förster und langjähriger Abgeordneter, besaß einen klaren Wertekompass.

In Gedenken an den wertkonservativen Umweltpionier veranstalten der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und der BUND Naturschutz in Bayern (BN) gemeinsam mit Familie Göppel am 14. April 2023 ein umweltpolitisches Symposium. Die Veranstaltung wird ganztägig im Maximilianeum in München stattfinden und von einem breiten Bündnis politischer und zivilgesellschaftlicher Institutionen und Organisationen unterstützt. Mitwirken werden u. a. UNIDO-Generaldirektor Dr. Gerd Müller (Bundesentwicklungsminister a. D.), Bundesumweltministerin Steffi Lemke MdB, BMZ-Energiebeauftragte für Afrika Bärbel Höhn, Dr. Anja Weisgerber MdB, Sprecherin für Umwelt und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Landesvorsitzende des Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung der CSU, CDU-Klimapolitiker Andreas Jung MdB, SPD-Umweltpolitiker Dr. Matthias Miersch MdB sowie Energieökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert.

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft von Alois Glück statt, dem Präsidenten des Bayerischen Landtages a. D. und Moderator des Runden Tisches Arten- und Naturschutz.

Über 50 Jahre engagierte sich Josef Göppel mit Weitblick und Entschlossenheit für einen bewussten Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Als Mitglied des Bezirkstages von Mittelfranken, des Bayerischen Landtages und als Bundestagsabgeordneter leistete der Wertkonservative Pionierarbeit. Der Vater der Landschaftspflegebewegung in Deutschland brachte den Naturschutz im ländlichen Raum maßgeblich voran, setzte sich mit Nachdruck für die Energiewende in Bürgerhand ein und engagierte sich ehrenamtlich als Energiebeauftragter des BMZ für mehr globale Gerechtigkeit.

Ausgehend von diesen Anliegen würdigt die Veranstaltung das Engagement des Verstorbenen und bietet die Möglichkeit der parteiübergreifenden Vernetzung in seinem Sinne. Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik und Gesellschaft, Wissenschaft, Kirche und Verwaltung diskutieren Lösungsansätze, um Antworten auf die Herausforderungen in unserer Zeitenwende zu finden und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Unterstützt wird das Symposium von: Stiftung Deutsche Landschaften, Heinz Sielmann Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung der CSU, Naturstiftung David, Bayerische Akademie Ländlicher Raum, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Succow Stiftung, Transformateure, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und der Regionalstrom Franken eG

München, 26. Oktober 2022 - „In tiefer Sorge. Was jetzt zu tun ist, um die Welt zu retten.“ ist ein Sammelband, der mit einem Beitrag von Josef Göppel im Oktober 2022 erschien. Göppel, der seine Mitwirkung noch selbst zugesagt hatte, konnte seinen Beitrag nicht mehr vollenden. Gestützt auf seine Überlegungen verfassten in seinem Namen seine vier Töchter den Beitrag. Im Buch kommen Vordenker*innen für Klima, Umwelt und Natur zu Wort, die sich mit Fragen zum ökologischen Zustand der Welt und nach den Folgen unserer Lebens- und Wirtschaftsweise beschäftigen. Ein Appell zum Umdenken in dieser Zeitenwende.

Habeck muss mehr auf Bürgerbeteiligung achten -

Berlin, 26. Januar 2022 - In einem Brief an die Abgeordneten im neuen Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie fordert Josef Göppel als Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft Regionalstrom Franken, bei den Sofortmaßnahmen des sogenannten Osterpakets ein deutlicheres Gewicht auf Bürgerenergie und dezentralen Aufbau zu legen. Er schreibt: "Es wäre fatal, wenn es wieder zu zentralen Großstrukturen mit anonymen Eigentümern käme, nur diesmal auf Basis der Erneuerbaren!"

Hier geht's zu seinen Vorschlägen.

Ein Interview zum Thema in der neuen energie finden Sie hier.

Eröffnungsrede von Josef Göppel zum afrikanischen Alumni-Netzwerk der Grünen Bürgerenergie 20. Januar 2022

Berlin, 20. Januar 2022 - Für eine nachhaltige Entwicklung Afrikas kommt es nicht nur darauf an wie viele Anlagen mit erneuerbaren Energien entstehen, sondern wie viele Menschen davon direkten Nutzen haben.

Göppel will Prosumer, Menschen, die Energie nicht nur konsumieren, sondern sie selbst erzeugen und mit ihr wirtschaften.

Zur Eröffnungsrede: deutsche Version / english version / version française

Josef Göppel in NN-Interviewreihe „Horch amol“ mit NN-Chefredakteur Michael Husarek

Nürnberg, 22. April 2021 - Unser Weltbild gründet seit der Aufklärung im 17. Jahrhundert immer noch auf der Annahme, dass sich alles nach materialistischen Gesetzen erklären lässt. Nur das gilt, was man zählen und messen kann. Die Welt ist aber nicht durchschaubar und zergliederbar wie eine Maschine.

Schon Einstein forderte uns mit der Krümmung der Raumzeit heraus, nach der die Zeit bei Annäherung an schwere Körper langsamer läuft.

Nun zeigt sich auch noch, dass unterhalb der Atomebene keine festen Teilchen bestehen, sondern „Quanten“, - ein pulsierendes Geflecht, das sein Wesen blitzschnell zwischen Materie und Energie wechseln kann.

Seit 1972 ist überdies belegt, dass Quanten ein Gedächtnis haben und ihr Verhalten nach dieser Geschichte richten. Der irische Physiker John Stewart Bell bewies einen „überlichtschnellen Informationsfluss“ zwischen Quanten, die sich „kennen“ – selbst über weite Entfernungen und lange Zeit hinweg.

Die rein materialistische Weltsicht ist nicht mehr haltbar. Die gesamte Lebewelt ist ein atmendes Ganzes, in dessen Austausch der Mensch über Atmung und Nahrung voll einbezogen ist. Er kann sich daraus nicht lösen.

Im Wirtschaftsleben führte die materialistische Weltsicht zur Übernutzung der Erde und zur Zerrüttung des Planeten. Ihr Kern ist die endlose Vermehrung von Kapital in einem Zyklus von Gewinn und Reinvestitionen. Dieses System produziert Textilien, die gar nicht verkauft, sondern eingestampft werden; Lebensmittel, die zu einem Drittel weggeworfen werden und kilometerlange Schwaden von Plastik im Meer.

Diese Logik hat religiöse Züge angenommen. Sie gilt heute als einzig wahre und vernünftige Weltanschauung. In Wahrheit konzentriert dieses System den Reichtum auf Gruppen, die schon viel Kapital besitzen. Es untergräbt überall den Mittelstand mit seinen regionalen Wirtschaftsweisen und es schafft immer mehr Zurückgebliebene. Als Energiebeauftragter in Afrika habe ich das damit verbundene Leid vielfach gesehen.

Aus diesem brutalen Kreislauf gibt es nur einen Ausweg, nämlich soziale und ökologische Leitplanken durch demokratische Initiativen auf der Ebene der Staaten. Das erfolgreichste Beispiel dafür war die deutsche soziale Marktwirtschaft. Seit dem Fall aller Schranken für Kapitalbewegungen ab 1990 wird die Globalisierung aber immer rücksichtsloser. Globale Konzerne spielen die Staaten mit Investitionsversprechen gegeneinander aus.

Die Propheten des von staatlichen Fesseln befreiten Kapitalismus versprechen den Menschen durchsickernden Wohlstand; die Flut werde alle Boote heben.

Die Parole vom durchsickernden Wohlstand und der Flut, die alle Boote hebt, hält aber der Realität nicht stand. Heute leben über 4 Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze von 7 $/Tag; das sind mehr als 1980 (Jason Hickel against Bill Gates 2019).

Unsere Erde, die früher so groß und unerschöpflich wirkte, kommt an ihre Grenzen. Im Vergleich zur Größe eines Fußballs ist unsere Erdatmosphäre nur 1 mm dick!

Hier zeigen sich klar die Aufgaben der Zukunft. Wir brauchen eine Weltwirtschaftsordnung, die Güter und Dienstleistungen innerhalb der planetaren Grenzen bereitstellt.

Das Interview können Sie hier abrufen.