Ein Schlüsselbestand zur Geschichte der Umweltpolitik in der CSU:
Initiiert von Familie Göppel und der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) wurde der erste Josef Göppel-Archivabend am 23. April 2026 in München in der HSS-Stiftung ausgerichtet – vor einem interessierten Publikum aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Im Mittelpunkt stand das politische Wirken von Josef Göppel sowie die besondere Bedeutung seines Nachlasses für die Entwicklung der Umweltpolitik innerhalb der Christlich-Sozialen Union.
Josef Göppel war über Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit der Umweltpolitik in Bayern und Deutschland. Besonders hervorzuheben ist sein maßgeblicher Beitrag zum Aufbau der Landschaftspflegeverbände, die bis heute eine tragende Säule des praktischen Naturschutzes darstellen. Bereits früh setzte er sich zudem für erneuerbare Energien und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein. Sein politisches Denken war dabei von der Überzeugung getragen, dass wirtschaftliches Handeln dauerhaft nur im Einklang mit den natürlichen Lebensgrundlagen bestehen kann. Mit seinen Positionen – u. a. zum Atomausstieg – brachte er wichtige Impulse in die politische Debatte ein, auch wenn diese nicht immer uneingeschränkt auf Zustimmung stießen.
Der im Archiv der Hanns-Seidel-Stiftung für Christlich-Soziale Politik verwahrte Nachlass Josef Göppels – bereits 2017 als Vorlass übergeben – dokumentiert diese Entwicklung eindrucksvoll. Mit rund 30 laufenden Metern an Unterlagen aus allen Phasen seiner politischen Tätigkeit eröffnet er einen einzigartigen Zugang zur Geschichte der Umweltpolitik in Bayern und Deutschland.
Archivleiter Dr. Christian Petrzik betonte:
„Der Archivbestand von Josef Göppel hat eine ganz besondere Bedeutung. Er eröffnet vielfältige Perspektiven für die Forschung zur Umweltpolitik und zur Geschichte der CSU. Wir laden ausdrücklich Forschende sowie Autorinnen und Autoren ein – auch mit Blick auf mögliche Biografien –, diesen außergewöhnlichen Bestand zu nutzen. Das Archiv steht hierfür jederzeit zur Verfügung.“
Die Schirmherrin der Veranstaltung, MdL Tanja Schorer-Dremel (Stellv. Generalsekretärin und Stellv. Fraktionsvorsitzende der CSU sowie Politische Sprecherin der Bay. LPVs), hob in ihrem Grußwort hervor:
"Die Idee zur Gründung der Landschaftspflegeverbände war eine herausragende Leistung von Josef Göppel. Allein in Bayern konnten mit Unterstützung des Freistaats 71 Verbände gegründet werden. Sie sind gestern wie heute und auch morgen von zentraler Bedeutung für den Naturschutz."
Beate Rutkowski (Stellv. Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern) mahnte mit Blick auf aktuelle Entwicklungen:
„Naturschutz spielt auf vielen politischen Ebenen nicht mehr die zentrale Rolle, die ihm zukommen sollte. Dabei ist er die Grundlage unseres Wirtschaftens – in Bayern, in Deutschland und in ganz Europa.“
Brücken bauen für eine nachhaltige Zukunft
Die Tochter von Josef Göppel – Sophia Göppel-Kraft – hob die besondere Bedeutung des Veranstaltungsformats hervor:
„Es freut uns sehr, dass seit dem Tod meines Vaters im Jahr 2022 in jedem Jahr mit verschiedenen Kooperationspartnern eine Josef-Göppel-Veranstaltung stattfinden konnte. Für das kommende Jahr planen wir die Verleihung eines Josef Göppel-Preises in Kooperation mit dem Deutschen Landschaftspflegeverband. Diese Veranstaltungen haben eine besondere Qualität, weil sie unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und Dialogräume eröffnen, in denen wichtige Impulse für eine nachhaltige Zukunft entstehen.“
Der Josef Göppel-Archivabend machte deutlich, dass sein politisches Vermächtnis bis heute als wichtige Referenz für politischen Diskurs, gesellschaftliche Debatten und Forschung dient.
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Bei Fragen zum Archiv können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an den Archivleiter wenden:

Dr. Christian Petrzik
Leiter
Die Pressemitteilung ist unter diesem Link abrufbar: Pressemitteilung zum Josef-Göppel-Archivabend 2026
Ein Videobeitrag des Abends ist hier einzusehen.
Pressefoto vom Archivabend:

Bildergalerie:
Alle Bilder des Abends finden Sie hier in der Bildergalerie.












