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CSU zerstört als Ein-Thema-Partei eigene Basis

Göppel: Verdrängung ökologischer und sozialer Fragen rächt sich

  -  München, 25.09.2017   -   Mit der Zuspitzung ihrer gesamten Programmatik auf ein Thema „zerbröselt die CSU ihre Basis als Volkspartei“. So lautet die Reaktion des Vorsitzenden des CSU-Umweltarbeitskreises, MdB Josef Göppel, der 2013 noch mit 53,3 % gewählt wurde, auf das Ergebnis der Bundestagswahl.

 

Veränderung der Stimmenanteile in Bayern © Bayerisches Landesamt für Statistik

 

Viele heimatverbundene und wertkonservative bisherige Wähler der CSU seien an ihrer Partei irre geworden. Die Bürgerbeteiligung an der Energiewende, Klimaschutz und ausufernder Flächenfraß wurden von der CSU-Führung im Bundestagswahlkampf 2017 komplett ausgeblendet. Parteichef Horst Seehofer habe zwar richtig analysiert, dass viele CSU-Anhänger inzwischen Angst um die kulturelle Verankerung des Landes hätten. Die noch stärkere Zuspitzung auf das Flüchtlingsthema sei aber das falsche Rezept dagegen. Es gebe auch Angst und Unmut gegen eine rücksichtslose Landesentwicklung, die das Gesicht Bayerns negativ verändere.

Für den Stellenwert der CSU als eigenständige Partei sei daneben ihre internationale Bedeutung maßgebend. Dafür habe sie zur Zeit nur eine glaubwürdige Persönlichkeit anzubieten. Entwicklungsminister Gerd Müller habe mit seinen konkreten Initiativen zur direkten Hilfe in Flüchtlingslagern, fairer Wertschöpfung in der Textilbranche und Ausbildungsprojekten in Afrika Zustimmung und Vertrauen in weiten Kreisen gewonnen. Er müsse jetzt eine maßgebliche Rolle in der Partei bekommen.

 

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