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"Der globalisierte Kapitalismus braucht dringend Systemkorrekturen, denn er erdrückt die Mittelschichten und alle gewachsenen regionalen Wirtschaftskreisläufe." Das ist einer der Kernsätze im Interview des Publik-Forums vom 8.12.2017 mit Josef Göppel.
Und weiter: "Nachhaltigkeit führt man auf den Lippen, doch die Tagespolitik drängt deren sozialen und ökologischen Anspruch zurück. Übrig bleibt kurzfristiges Renditedenken. Das ist Verrat am C."

Hier finden Sie den Originaltext.

Interviewer Bernhard Pötter

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Sie wählten ihn zum Ehrenvorsitzenden des Arbeitskreises Umwelt und Landesentwicklung der CSU. Ein Delegierter: „Danke für 26 Jahre auf dem undankbarsten Posten der CSU!“

Beim Abschied redete Göppel seiner Partei nochmal kräftig ins Gewissen:

  1. Konservativ sein ist in. Gegen Flüchtlinge und gegen erneuerbare Energien in der Nachbarschaft - viele wollen einfach in ihrem Wohlstand nicht gestört werden.
  2. Menschen abschotten und dem Kapital keine Grenzen setzen – das ist nicht christlich! Christlich-sozial heißt auch den Blick auf die Not Anderer richten.
  3. Alle zahlen Mehrwertsteuer, nur der Handel mit Geld zahlt nichts. Das darf nicht so bleiben!
  4. Maschinen ersetzen immer mehr Menschen, aber die Rentenversicherung stützt sich nur auf Abzüge vom Lohn. Die Erträge aus Maschineneinsatz und Kapital müssen endlich mit herangezogen werden!
  5. Städte brauchen Frischluftschneisen. Landgemeinden dürfen Talauen nicht länger zupflastern, doch sie sollen für das Offenhalten der Natur einen Ausgleich bekommen.